In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
Jetlag-Symptome - Müdigkeit & Abgeschlagenheit
Klassische Jetlag-Symptome werden von den Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen, es sind sehr häufig
- Müdigkeit,
- Abgeschlagenheit,
- Kopfschmerzen,
- Übelkeit und
- Konzentrationsschwäche.
Zu diesem „Syndrom der Zeitverschiebung“ kommt es, wenn die körpereigenen Rhythmen - etwa der Wach-Schlaf-Rhythmus oder die alltäglichen Schwankungen von Körpertemperatur, Blutdruck und Hormonspiegel - nicht mehr zu der örtlichen Zeit passen.
Nachtmenschen passen sich schneller dem neuen Zeitrhythmus an
Einige leiden nur die ersten zwei Tage darunter, andere brauchen eine Woche oder mehr, um sich an einen neuen Zeit- und auch veränderten Lebensrhythmus anzupassen. Dies liegt sehr häufig an dem heimischen Rhythmus. Abendmenschen/Nachtmenschen, also Personen die sowieso einen etwas unregelmäßigeren Tagesrhythmus haben, passen sich oft schneller an als Morgenmenschen, die es gewohnt sind zu einer gewissen Uhrzeit aufzustehen. Darüber hinaus kommt im Urlaub meist noch ein komplett anderer Tagesablauf hinzu.
Ursachen für den Jetlag - Die innere Uhr passt sich besser nach „vorne“ an
Bei Flügen in Richtung Westen (zum Beispiel in die USA) passt man sich schneller an die örtlichen Verhältnisse an, da man den Hinflug nur als verlängerten Tag empfindet und sehr müde am ersten Abend in das Bett fallen kann. Flüge in Richtung Osten hingegen bereiten uns größere Schwierigkeiten. Das liegt grundsätzlich daran, dass unsere „innere Uhr“ sich besser nach „vorne“ anpasst als „zurück“.
Hormon Melatonin beeinflusst den biologischen Tagesrhythmus
Die größte „Schuld“ am Jetlag trägt nach vielen Forschungen wohl das Hormon Melatonin. Es beeinflusst unseren biologischen Tagesrhythmus. Melatonin schränkt bei Nacht die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ein und fördert so das Schlafbedürfnis. Nachts ist der Melatoninspiegel bis zu zehnmal höher als bei Tag. Experten raten deshalb auch dazu, sich nach Langstreckenflügen, falls möglich, im Tageslicht und nicht im Zimmer aufzuhalten.
Tipps um dem Jetlag zu entkommen - Für den Flug & die ersten Stunden danach
Ein Allheilmittel, um dem Jetlag zu entkommen, gibt es nicht. Verstärkt werden die Symptome durch den stundenlangen, unbequemen Aufenthalt im Flugzeug. Der Jetlag-Stress lässt sich jedoch mit folgenden Tipps häufig vermeiden oder zumindest lindern:
- Sitzen in beengter Position übt auf den Magen Druck aus, daher sollten im Flugzeug nur kleine Portionen leicht verdaulicher, kohlenhydratreicher Mahlzeiten aufgenommen werden.
- Kaffee, Tee und Saft können den Magen reizen. Auch Alkohol ist im Flugzeug nicht zu empfehlen. Denn „Hochprozentiges“ wirkt über den Wolken etwa dreimal so stark wie am Boden. Und ein Kater macht den Jetlag sicher nicht angenehmer.
- Bordluft im Flugzeug ist extrem trocken und wird oft als unangenehm für Augen, Haut und Nasenschleimhäute empfunden. Da hilft künstliche Tränenflüssigkeit, Nasensalbe und jede Menge Wasser. Deshalb viel Trinken, denn der Flüssigkeitsverlust macht den Körper anfälliger für Erkältungen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen. Zudem freut sich die ausgetrocknete Haut jetzt über reichlich Feuchtigkeitscreme.
- Auch wenn die Räumlichkeiten im Flugzeug beengt sind, sollte man sich bewegen. Lockerungsübungen im Sitzen und ein paar „Spaziergänge“ wirken Wunder.
- Wichtig ist auch, ein bequemes Outfit für den Flug zu wählen. Leichte Kleidung aus Naturfaser wie Baumwolle und Seide wäre optimal. Die Schuhe zieht man am besten ganz aus, so werden die Füße besser durchblutet und schwellen nicht so stark an.
- Wer im Flugzeug schlafen möchte, sollte sich ein „Sleep-over“ besorgen. Das ist ein aufblasbares Nackenkissen, welches Schulter- und Nackenschmerzen vorbeugt. Zusätzlich entlastet ein Kissen im Rücken die Bandscheiben.
- Ist man dann endlich angekommen, sollte man versuchen, sich gleich dem Rhythmus des Ziellandes anzupassen. Etwas Gymnastik und eine Dusche nach dem Flug bringen den Kreislauf wieder auf Trab.
- Auch wenn es hart ist und die Augen zufallen, ist es ratsam, dem Drang nach einem Mittagsschläfchen zu widerstehen. Den ersten Tag am besten ruhig angehen und nicht gleich ein anstrengendes Besichtigungsprogramm planen.
Dies sind sehr gute Möglichkeiten, um die Auswirkungen des Jetlags soweit zu verringern, dass die schönsten Tage des Jahres unvergesslich bleiben und nicht verschlafen werden.