Aspirin Protect 100mg
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Produktinformation
Aspirin Protect 100mg kann als blutverdünnendes Mittel in folgenden Fällen eingesetzt werden:
- um ein Verkleben und Verklumpen der Blutplättchen zu verringern (die Thrombozytenaggregation wird gehemmt).
- als Prophylaxe oder Langzeitbehandlung von Angina pectoris (Schmerzen in der Brust, die durch Störungen der Durchblutung, meist infolge einer koronaren Herzkrankheit, hervorgerufen werden).
- als Teil der Standardbehandlung bei einem akuten Herzinfarkt.
- vorbeugend gegen Vorbeugung gegen einen Herzinfarkt
- nach gefäßchirurgischen, arteriellen Eingriffen.
- bei Störungen der Durchblutung im Gehirn (zum Schutz vor Hirninfarkten).
- zur Behandlung von fieberhaften Erkrankungen durch Gefäßentzündungen (z.Bsp. bei Kawasaki-Syndrom).
Von der Einnahme des Präparats sollte abgesehen werden:
- wenn Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe vorliegt.
- bei Geschwüren im Darm- oder Magenbereich.
- bei Patienten die zu einer erhöhten Blutung neigen.
- bei Patienten die unter Nieren- oder Leberversagen leiden oder dazu neigen.
- bei Asthma bronchiale, eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, Herzschwäche oder bei Patienten die zu Gichtanfällen neigen, sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vorab ein Arzt zu Rate gezogen werden.
- bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte die Dosierung und Einnahme ebenfalls vorab mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Die Einnahme von Aspirin Protect 100mg kann unter Anderem folgende Nebenwirkungen hervorrufen:
- Beschwerden im Magen-Darm-Bereich (Sodbrennen, Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen usw.)
- Mikroblutungen (sehr kleine, kaum spür- oder sichtbare Blutungen von Gefäßen, hauptsächlich im Magen-Darm-Trakt).
- Magenblutungen (ein Anzeichen hierfür ist z.Bsp. schwarzer Stuhl.)
- Geschwüre im Magen-Darm-Bereich.
- Hautreaktionen durch Allergie oder Überempfindlichkeit.
- Störungen des Nervensystems (Kopfschmerzen, Schwindelgefühl etc.)
Aspirin Protect 100mg kann mit verschiedenen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Folgende Präparate können zu einer Wirkungsverstärkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko führen:
- blutgerinnungshemmende Arzneimittel wie z.B. Cumarin oder Heparin. Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer Thrombolysetherapie eingenommen wurde. Daher muss bei Patienten, bei denen eine Thrombolysebehandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen (z. B. blaue Flecken) aufmerksam geachtet werden.
- andere Thrombozytenaggregationshemmer, z. B. Ticlopidin, Clopidogrel
- Andere nichtsteroidale Analgetika/Antiphlogistika sowie Antirheumatika allgemein: erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera und -Blutungen.
- Präparate, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von Präparaten zum Auftragen auf die Haut)
- Antidiabetika: der Blutzuckerspiegel kann sinken
- Digoxin: Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft
- Methotrexat: Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. zur Behandlung von bestimmten rheumatischen Erkrankungen
- Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns - Epilepsie)
Folgende Medikamente können in ihrer Wirkung abgeschwächt sein:
- bestimmte Arzneimittel, die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken (Diuretika: Aldosteronantagonisten wie Spironolacton oder Canrenoat, Schleifendiuretika wie z. B. Furosemid
- bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel, insbesondere ACE-Hemmer
- harnsäureausscheidende Arzneimittel gegen Gicht (z.B. Probenecid, Benzbromaron)
Die Gesamtdosis und Dauer der Anwendung sollte immer vorab mit einem Arzt besprochen werden. Es wird empfohlen die Tabletten zu einer Mahlzeit, unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Falls dieser keine anderen Anweisungen gibt, sind folgende Dosierungen einzuhalten:
- Bei instabiler Angina pectoris nehmen Erwachsene 1 Tablette täglich ein.
- Bei einem akuten Herzinfarkt wird eine Tablette langsam zerkaut.
- Um einem weiteren Herzinfarkt vorzubeugen, wird Erwachsenen empfohlen 3 Tabletten täglich einzunehmen.
- Nach Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (zum Beispiel nach einer OP) wird empfohlen, 24 Stunden nach dem Eingriff mit einer Behandlung durch 1 Tablette täglich zu beginnen.
- Um einer Durchblutungsstörung des Gehirns und weiteren Hirninfarkten vorzubeugen wird ebenfalls 1 Tablette pro Tag eingenommen.
- Zur Behandlung des Kawasaki-Syndroms, während der Fieber-Phase wird eine Acetylsalicylsäure-Dosierung von 80-100 mg pro Kilogramm Körpergewicht täglich, auf 4 einzelne Dosen verteilt, in Kombination mit Immunglobulinen empfohlen.
- Um Blutgerinnseln, durch Veränderungen der Herzkranzgefäße infolge des Kawasaki-Syndroms vorzubeugen, wird empfohlen die Dosierung ab der 2. bis 3. Krankheitswoche mit täglich 3-5 mg Acetylsalicylsäure pro Kilogramm Körpergewicht weiterzuführen.
- Aspirin Protect 100mg Tabletten eignen sich nicht zur Behandlung von Schmerzen.
- Das Präparat darf bei Kindern und Jugendlichen, die unter Erkrankungen mit Fieber leiden, nur mit ärztlicher Absprache verabreicht werden.
- Bei Personen mit chronischen Atemwegsinfektionen, Nasenpolypen, Asthma oder Überempfindlichkeitsneigung (z.Bsp. Heuschnupfen) kann die Einnahme der Tabletten starke allergische Hautreaktion oder asthmatische Anfälle verursachen.
- Die Einnahme von Aspirin Protect 100mg Tabletten muss vor jeder Operation (auch kleinen Eingriffen) angegeben werden, da hierdurch die Blutungszeit verlängert sein kann.
- Das Arzneimittel ist vor Hitze geschützt und für Kinder unzugänglich aufzubewahren.
| Menge: 1 Stück | |
| Acetylsalicylsäure | 100 mg |
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