Buscopan Plus
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Produktinformation
Buscopan Plus Filmtabletten sind ein Arzneimittel mit einer Kombination aus schmerzstillenden und krampflösenden Arzneimitteln, das bei Schmerzen und Krämpfen im Bauchbereich sowie bei krampfartigen Regelschmerzen Anwendung findet. Hier zählen:
- krampfartige Schmerzen bei Erkrankungen des Magens und Darms
- krampfartige Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der Gallenwege
- der ableitenden Harnwege
- der weiblichen Geschlechtsorgane, z. B. bei schmerzhaften Regelblutungen
Die enthaltenen Wirkstoffe sind Paracetamol und Butylscopolaminiumbromid. Die Darreichungsform sind Filmtabletten. Zur Anwendung bei Kindern ab 12 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen.
Das Arzneimittel darf unter anderem nicht angewendet werden bei:
- einer bestehenden Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Butylscopolaminiumbromid, Paracetamol oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe
- Kindern unter 12 Jahren
- mechanischen Verengungen (Stenosen) im Magen-Darm-Trakt
- einer Darmblockade und wenn der Darm nicht richtig arbeitet
- krankhafter Aufweitung des Dickdarms
- Harnverhalt durch mechanische Verengung der Harnwege (z. B. aufgrund einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse)
- Grünem Star
- krankhaft beschleunigtem Herzschlag, Herzrasen und unregelmäßigem Herzschlag
- besonderer Form krankhafter Muskelschwäche
- schweren Leberfunktionsstörungen
In folgende Fällen sollte die Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen:
- bei Beeinträchtigungen der Leberfunktion
- bei Gilbert-Syndrom
- bei vorgeschädigter Niere
- bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
Folgende Nebenwirkungen sind möglich, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen:
Gelegentliche Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 Behandelten von 1.000)
- Hautreaktionen wie abnormes Schwitzen, Juckreiz, trockene Haut; Schwindel, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen sowie Magenbeschwerden
Seltene Nebenwirkungen (bei 1 bis 10 Behandelten von 10.000)
- Blutdruckabfall, Hautrötung, Anstieg der Herzschlagfrequenz, Störungen beim Wasserlassen wie z.B. Nachtröpfeln oder ein verminderter Harnstrahl
Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 Behandelten von 10.000)
- Einstellstörungen des Auges auf unterschiedliche Sehweiten, stark erhöhter Augeninnendruck mit verschwommenem Sehen sowie starken Kopfschmerzen
- unter Paracetamol: schwere Hautreaktionen
Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist
- außerdem schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu anaphylaktischem Schock, starke Schwellungen von Haut und Schleimhäuten, Atemnot, Nesselsucht, Hautausschlag, Hautrötung, Anstieg der Leberwerte, eine verringerte Anzahl von Blutplättchen, eine starke Verminderung der Blutkörperchen, verkrampfte Muskulatur der Bronchien usw.
Folgende Wechselwirkungen durch die gleichzeitige Gabe von Buscopan Plus und folgenden Arzneimitteln sind möglich:
- anticholinergene Effekte können durch andere Anticholinergika (z.B. Tiotropium, Ipratropium), Amantadin, tri-und tetrazyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Chinidin, Disopyramid und Antihistaminika verstärkt auftreten.
- Dopamin-Antagonisten wie Metoclopramid können eine gegenseitige, abgeschwächte Wirkung auf die Muskulatur des Magen-Darm-Trakts bewirken
- die beschleunigende Wirkung von Beta-Sympathomimetika auf den Herzschlag kann verstärkt werden
- Arzneimittel gegen Gicht (z.B. Probenecid): Dosierungsanpassung von Buscopan, um den Abbau von Paracetamol nicht zu verlangsamen
- Arzneimittel, die zu beschleunigtem Arzneimittelabbau in der Leber führen (Schlafmittel und Antiepileptika wie Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin sowie Rifampicin): mögliche Leberschäden auch bei sonst unschädliche Paracetamol-Dosen
- Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte: verringerte Aufnahme und damit Wirksamkeit durch Buscopan Plus
- Zidovudin: Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen kann verstärkt werden
- Chloramphenicol: die Ausscheidung von Chloramphenicol kann deutlich verlangsamt und seine Toxizität erhöht sein
- Mittel gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): können Aufnahme und Wirkungseintritt von Buscopan Plus beschleunigen
- Mittel zur Verlangsamung der Magenentleerung: Aufnahme und Wirkeintritt von Paracetamol kann verzögert sein
- Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren nehmen ein bis zwei Filmtabletten, maximal jedoch 6 Tabletten täglich.
- Der zeitliche Abstand bis zur Einnahme der nächsten Tablette(n) muss mindestens 8 Stunden betragen.
- Buscopan wird unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen.
- Ohne ärztliche Rücksprache sollte die Anwendung nicht länger als drei bis vier Tage dauern.
- Das Arzneimittel ist nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.
- Eine Anwendung in der Schwangerschaft wird nicht und in der Stillzeit nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen.
- Eine Überdosierung kann zu schwerer Leberschädigung führen. Bei Versacht auf eine Überdosierung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden
- Während der Behandlung sollte auf Alkohol verzichtet werden.
- Neben den Wirkstoffen Paracetamol sowie Butylscopolaminiumbromid sind folgende Bestandteile enthalten: Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Natrium (Ph. Eur.), Ethylcellulose, Maisstärke, Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Titandioxid (E 171), Macrogol 6000, Polyacrylat-Dispersion 30%, Hypromellose, Simeticon.
Weitere und ausführlichere Informationen lesen Sie im Beipackzettel.
Stand: 11/2024
Quelle: https://mein.sanofi.de/
| Menge: 1 Stück | |
| Paracetamol | 500 mg |
| Butylscopolaminium bromid | 10 mg |
| Butylscopolaminium Kation | 8.19 mg |
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