Thomapyrin Intensiv
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Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
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Produktinformation
Thomapyrin Intensiv Tabletten wirken schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Sie dienen zur Behandlung akuter Kopfschmerzen sowie auch bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura bei Kindern ab 12 Jahren und Erwachsenen. Die enthaltenen Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Acetylsalicylsäure wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, Paracetamol wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend, Coffein verstärkt die Wirkung der Schmerzmittel.
Thomapyrin Intensiv darf in folgenden Fällen nicht eingenommen werden:
- bei Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Coffein oder einen der sonstigen Bestandteile.
- bei angeborener Unverträglichkeit gegen einen der Hilfsstoffe
- bei in der Vergangenheit aufgetretenen Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), Schwellungen von Gesicht, Zunge, Kehlkopf (Angioödem) oder Hautausschlag durch die Anwendung von Salicylaten oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern (bestimmte Mittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen).
- bei aktiven Magen- oder Darmgeschwüren.
- bei Leber- oder Nierenversagen.
- bei Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), die nicht durch Medikamente einstellbar ist
- während der Schwangerschaft (besonders im letzten Trimester) und Stillzeit
- bei erhöhter Blutungsneigung
- Kindern unter 12 Jahren
- bei gleichzeitiger Einnahme von 15 mg Methotrexat pro Woche oder mehr
- wenn eine Windpocken- oder grippeähnliche Erkrankung vorliegen (Risiko für Reye-Syndrom)
Vorsicht mit der Anwendung ist in folgenden Situationen geboten:
- bei gleichzeitiger Anwendung mit bestimmten Arzneimitteln (siehe Wechselwirkungen)
- bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen oder Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen)
- bei Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer/Antirheumatika
- bei chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Darmbeschwerden
- bei Magen-Darm-Geschwüren in der Vergangenheit, Magen-Darm-Blutungen oder -Durchbrüchen
- bei Nierenfunktionsstörungen oder vorgeschädigter Niere
- bei Leberfunktionsstörungen
- bei Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel
- bei Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- wenn Operationen bevorstehen
- bei Schilddrüsenüberfunktion
- bei niedrigem Gluthation-Spiegel
- bei Angststörungen (Risiko der Verschlimmerung)
- bei Arrhythmien
- bei Mastozytose (Erkrankung des Immunsystems).
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Einnahme von Thomapyrin Intensiv Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen:
häufige Nebenwirkungen:
- Schwindel
- Nervosität
- Bauchschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen
gelegentliche Nebenwirkungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen (z.B. Hautrötung, Nesselsucht)
- Herzklopfen
seltene Nebenwirkungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Angioödem), Verengung der Bronchien, Blutdruckabfall, Atemnot)
- Zittern
- Erregung
- Augenerkrankungen
- Herzrasen
- Magen-Darm-Blutungen, die bei langfristiger Anwendung eine Eisenmangelanämie hervorrufen können, Magen-Darm-Geschwüre, Durchfall, Ösophagitis
- Erhöhung bestimmter Leberwerte
- vermehrtes Schwitzen
- Erschöpfung
sehr seltene Nebenwirkungen:
- Blutbildveränderung in Form einer verringerten Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
- schwere Blutungen, z.B. Hirnblutung
- Bronchialkrampf bei Patienten, die allergisch auf 3 NSARs reagieren
- verringerter Blutzuckerspiegel
- Magen-Darm-Durchbruch
- Leberfunktionsstörungen
- Fälle schwerer Hautreaktionen (toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Stevens Johnson-Syndrom (SJS), akutes generalisierendes pustulöses Exanthem, fixes Arzneimittelexanthem)
- Nierenfunktionsstörungen
Mögliche Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist:
- Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen über 4 bis 8 Tage nach Einnahme
- Verminderte Produktion von Blutkörperchen im Knochenmark
- Hämolytische Anämie (Blutarmut), besonders bei Personen mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel
- Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (bei Langzeitanwendung und in Zusammenhang
- Kopfschmerzen und geistige Verwirrung, Unruhe, Schlaflosigkeit, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus), Blutungen im Schädel mit möglicherweise tödlichem Ausgang, vor allem bei älteren Patienten
- Sehstörungen
- Erkrankungen des Herzens
- Magenschleimhautentzündung, Oberbauchbeschwerden
- Leberentzündung mit möglichem akutem Leberversagen bzw. Leberschädigung. Lang andauernde Leberentzündung, die zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen führt (chronische Hepatitis)
- Hautausschlag, fixes Arzneimittelexanthem
- Überschüssige Säure im Blut durch Anhäufung von Pyroglutaminsäure aufgrund eines niedrigen Glutathionspiegels
Zudem kann der enthaltene Coffeinanteil zu Magenbeschwerden und Schlaflosigkeit führen.
Es ist wichtig, vor der Einnahme von Thomapyrin Intensiv mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten. Vor der Anwendung sollten daher immer alle eingenommenen Medikamente mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.
Durch die enthaltene Acetylsalicylsäure kann die Wirkung folgender Arzneimittel verstärkt werden:
- Gerinnungshemmer (z.B. Cumarinderivate und Heparin), Thrombolytika, bestimmte Antidepressiva (SSRI): hier besteht eine erhöhtes Blutungsrisiko
- Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Ticlopidin)
- bestimmte Schmerzmittel (sog. nichtsteroidale Antirheumatika, NSARs), Kortikoide oder gleichzeitiger Alkoholkonsum: das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Magen-Darmblutungen) ist erhöht
- blutzuckersenkende Arzneimittel, z.B. Sulfonylharnstoffe
- Valproinsäure, Methotrexat, Digoxin, Lithium
Durch die enthaltene Acetylsalicylsäure kann die Wirkung folgender Arzneimittel abschwächen:
- Arzneimittel zur verstärkten Harnausscheidung (Diuretika)
- Arzneimittel zur vermehrten Harnsäureausscheidung (Mittel zur Anwendung bei Gicht)
- Blutdrucksenker
- Metamizol (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Fieber) kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure auf die Thrombozytenaggregation (Verklumpung von Blutplättchen und Bildung eines Blutgerinnsels) verringern, wenn es gleichzeitig eingenommen wird. Daher sollte diese Kombination mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die niedrig dosierte Acetylsalicylsäure zum Herzschutz einnehmen.
Folgende Wechselwirkungen durch enthaltenes Paracetamol sind möglich:
- Präparate, die den Paracatamol-Abbau in der Leber beschleunigen (barbiturathaltige Schlafmittel, Antiepileptika und Rifampicin): hier kann es zu leberschäden kommen, auch durch sonst unschädliche Dosen von Paracetamol
- Lipidsenker: verminderten Aufnahme von Paracetamol und verminderte Wirksamkeit (zeitl. Abstand von mind. 2 Stunden)
- Mittel zur Verlangsamung der Magenentleerung: Hier kann es zu einer verzögerten Aufnahme sowie einem verzögerten Wirkungseintritt von Paracetamol kommen.
- Mittel zur Beschleunigung der Magenentleerung (z.B. Metoclopramid): Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol können beschleunigt werden.
- Zidovudin: Neigung zur Verminderung weißter Blutkörperchen wird verstärkt (gleichzeitige Anwendung daher nur nach ärztlicher Rücksprache).
- Fälle von Blut- und Flüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mit hoher Anionenlücke), die bei einem Anstieg der Plasmasäure auftreten, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird.
Weitere bekannte Wechselwirkungen:
- Probenecid: Paracetamol wird verringert ausgeschieden, das Risiko für Nebenwirkungen steigt.
- Cholestyramin: Paracetamol-Aufnahme ist verringert
- Wafarin und andere Vitamin-K-Antagonisten: es besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko
Folgende Wechselwirkungen durch enthaltenes Coffein sind möglich:
- Verminderung von dämpfender Wirkung durch Coffein: z.B. bei Barbituraten oder Antihistaminika
- Erhöhung von herzschlagbeschleunigender Wirkung durch Coffein: z.B. Sympathomimetika oder Thyroxin
- Verminderung des Coffein-Abbaus in der Leber durch orale Kontrazeptiva ("Anti-Babypille"), Cimetidin, Fluvoxamin und Disulfiram
- Beschleunigung des Coffein-Abbaus in der Leber durch Barbiturate und Rauchen
- herabgesetzte Ausscheidung von Theophyllin durch Coffein.
- erhöhtes Abhängigkeitspotenzial von Substanzen vom Typ des Ephedrin durch Coffein.
- verzögerte Ausscheidung von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin durch gleichzeitige Verabreichung von Gyrasehemmstoffen des Chinoloncarbonsäure-Typs.
- Thomapyrin Intensiv sollte mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
- Die Anwendung nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkeintritt führen.
- Zwischen zwei Tablettengaben sollte ein zeitlicher Abstand von 4 bis 8 Stunden liegen.
- Die empfohlene Dosis beträgt für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren 1-2 Tabletten pro Einnahme, maximal jedoch 6 Tabletten täglich.
- Die Einnahme sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage hintereinander erfolgen.
- Schwangere sollten Thomapyrin Intensiv nicht anwenden, da es zu Beeinträchtigungen der Schwangerschaft oder für das ungeborene Kind kommen kann.
- Wenn, sollte eine Anwendung nur während des 1. und 2. Schwangerschaftsdrittels erfolgen und nur, wenn dies durch den behandelnden Arzt ausdrücklich empfohlen wurde (in der geringstmöglichen Dosis und über den kürzest möglichen Zeitraum).
- Nicht während der Geburt anwenden, da das Risiko für Komplikationen erhöht ist.
- Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Wir Thomapyrin über längere Zeit angewendet, sollte abgestillt werden.
- Acetylsalicylsäure kann die weibliche Fruchtbarkeit einschränken. Wird Thomapyrin abgesetzt, ist die Einschränkung aufgehoben.
Bitte beachten Sie die Packungsbeilage und konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bei Fragen oder Unsicherheiten bezüglich der Einnahme von Thomapyrin Intensiv. Zudem finden Sie weitere und ausführlichere Informationen im Beipackzettel.
Stand: 05/2024
Quelle: https://www.thomapyrin.com/de-de
Thomapyrin INTENSIV.
Wirkstoffe: Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein. Für Erwachsene und Jugendliche zur Behandlung von akuten Kopfschmerzen (z. B. Spannungskopfschmerzen) und Migräneanfällen (mit und ohne Aura). Warnhinweis:Ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben! Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden. Hinweis: Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten. Apothekenpflichtig. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main.
Stand: Mai 2023
| Menge: 1 Stück | |
| Acetylsalicylsäure | 250 mg |
| Paracetamol | 250 mg |
| Coffein | 50 mg |
| Lactose-Monohydrat | |
| Stearinsäure (Ph. Eur.) | |
| Maisstärke |
A. Nattermann & Cie GmbH
Anschrift: Brüningstr. 50
Ort: 65929 Frankfurt am Main
Land: DE
Telefon: +49 69 867906010
E-Mail: kundenservice-selbstmedikation@sanofi.com
Website: www.sanofi.de
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