In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Wandern: Wo und für wen geeignet?
- Voraussetzungen für den gesundheitlichen Erfolg
- Vorbereitung auf die Wandertour
- Die Wander-Geschwindigkeit
- Notfall-Apotheke mitnehmen
Wandern ist überall erlaubt und für jedermann!
Wandern kann man überall und immer. Ob daheim, im oft nahegelegenen Mittelgebirge, an der See oder in den Bergen. Wird es - eventuell nach Rücksprache mit dem Arzt - sportlich durchgeführt, gerät es auch zu einer körperlichen Leistung - und damit zum Training für Herz und Kreislauf und andere Organe. Dabei ist Wandern keine Frage des Alters, wandern können Senioren genauso gut wie junge Familien. Gesund ist es für alle, eine gute Planung vorausgesetzt.
Voraussetzungen für den „gesundheitlichen Erfolg“ - Tempo, Dauer & Strecke
Drei Regeln, die alle Wandersleute beherzigen sollten, sind Voraussetzung für den "gesundheitlichen Erfolg":
1. Beim Wandern nicht nur lässig daherschlendern, sondern mit flottem Schritt gehen. Allmählich das Tempo auf 6 bis 7 km/h steigern (ein Spaziergänger bringt es etwa auf 4km/h).
2. Zum Wandern nicht mal eben eine kurze Strecke gehen, sondern tagtäglich eine längere Strecke laufen. Zunächst etwa zwei Stunden lang, später vier Stunden und noch mehr.
3. Die Route nicht in den Kurpark verlegen, sondern quer durch die Natur, buchstäblich über Berg und Tal. Intervalle, während der man außer Atem und ins Schwitzen gerät, stärken den ganzen Körper (und sie vermitteln zudem das angenehme Erfolgserlebnis, etwas geleistet zu haben).
Wer sich an diese Regeln hält, wird den Wert des sportlichen Wanderns am eigenen Leib erfahren und sich nach dem Wanderurlaub nicht nur erholt fühlen, sondern körperlich leistungsfähiger und tatkräftiger sein.
Vorbereitung auf die Wandertour - Geeignetes Schuhwerk & richtige Kleidung
Allzu oft wird die gründliche Vorbereitung der Berg- und Wandertouren vernachlässigt. Am besten ist es, wenn man sich das ganze Jahr über fit hält, damit der Körper nicht durch plötzliche und ungewohnte Belastung überfordert wird.
- Dass sich Sandalen für Wanderungen nicht eignen, weiß eigentlich jeder. Trotzdem trifft man immer wieder Wanderer in ungeeignetem Schuhwerk. Feste, knöchelhohe Schuhe mit gutem Profil sind zum Wandern am besten, auch wenn man sich keine Hochgebirgstour vorgenommen hat.
- Warme Kleidung und Regenkleidung sollten immer dabei sein.
- Natürlich wird auch ein Rucksack benötigt, möglichst in passender Größe: Für kleine Halbtags- oder Tagestouren einen kleineren, für größere Unternehmungen einen größeren. Dabei beherzigen erfahrene Wanderer einen wichtigen Grundsatz: Niemals zu viel mitnehmen, die berühmten "sieben Sachen" reichen, denn schließlich muss man ja das Gewicht dann auch den ganzen Weg mitschleppen.
- Wandern Kinder mit, sollte man nicht an Getränken sparen. Kinder entwickeln einen ordentlichen Durst und sollten auch außerhalb der Pausen trinken dürfen.
- Bevor es dann tatsächlich losgeht, sollte man sich genau über die Route informieren. Besonders hilfreich ist es, wenn man Ortskundige, vielleicht sogar Bergführer, über die Strecke befragen kann. Oft erhält man von ihnen gute Tipps, wo die schönsten Wanderwege sind und wo es seltene Pflanzen zu bewundern gibt.
Die Geschwindigkeit richtet sich nach dem Schwächsten der Gruppe
Die eigene Leistungsfähigkeit und die der Begleiter sollte nicht überschätzt werden. Deshalb richten sich die Routenwahl und die Geschwindigkeit immer nach dem Schwächsten der Gruppe. Die Wetterlage kann sich auch schnell ändern - zieht mal ein Gewitter auf, dann ist es vernünftiger, eventuell umzukehren, als sich dem Unwetter auszuliefern. Auf keinen Fall sollte man versuchen, irgendwelche nicht bezeichneten Abkürzungen zu wählen, man kann so nämlich unliebsame Überraschungen erleben, wie unwegsames Gelände oder Orientierungsschwierigkeiten.
Mit einer kleinen Notfall-Apotheke auf Nummer Sicher gehen!
Natürlich denkt niemand gerne an Unfälle und Verletzungen, wenn er seinen Hobbys nachgeht. Trotzdem ist es ratsam, eine kleine Notfall-Apotheke dabei zu haben. Denn kleinere Verletzungen können jederzeit auftreten und sei es nur ein Wundscheuern durch einen noch neuen Schuh. Die Notfall-Apotheke sollte folgende Präparate enthalten:
- Salbe zur unterstützenden Behandlung bei oberflächlichen Venenentzündungen und akuten Schwellungszuständen nach stumpfen Traumen (Blutergüsse, Prellungen etc.)
- Aktivbandage zur Gelenkabstützung
- Kühlkompresse als selbstkühlende Sofortmaßnahme bei Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen
- Gel zur Behandlung von leichten Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen
- Heftpflaster unterschiedlicher Größe
- Mullkompressen
- kleine Schere
- Tape (1 Rolle), eine universelle Befestigungshilfe
- Sonnenschutzmittel
- Traubenzucker (zur Stärkung des Kreislaufs)
- Desinfektionsmittel, z. B. Alkoholtücher
- Druckschutzringe bzw. Hühneraugenpflaster