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Hoher Kontrast

Haut- und Haarpflege während der Schwangerschaft

Schwangere Frauen strahlen ihre Schönheit von innen heraus. Allerdings kann die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft für den Körper auch ganz schön anstrengend sein. Damit die kleinen Hautprobleme in dieser Zeit nicht zur Belastung werden, benötigt die Haut spezielle Pflege. So können z. B. spezielle Öle Dehnungsstreifen vorbeugen und Gesichtscremes mit hohem Lichtschutzfaktor einer sogenannten Schwangerschaftsmaske entgegenwirken.

In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Gesichtspflege während der Schwangerschaft
  2. Brustpflege während der Schwangerschaft
  3. Bauchpflege während der Schwangerschaft
  4. Beinpflege während der Schwangerschaft
  5. Haarpflege während der Schwangerschaft

Gesichtspflege während der Schwangerschaft - Die Tagescreme ist entscheidend

"Das Sprichwort „Schönheit kommt von innen“ trifft für Schwangere Frauen gleich doppelt zu. Der erhöhte Östrogenspiegel sorgt für mehr Wasser im Gewebe, wodurch kleine Fältchen von innen aufgepolstert werden. Zudem erweitert dieser die Blutgefäße, dadurch kann das Blut leichter zirkulieren und der Teint erscheint rosig und prall.

Nicht jede Haut reagiert positiv auf die Hormonflut

Im ersten Schwangerschaftsdrittel arbeiten die Talgdrüsen häufig auf Hochtouren, wodurch dann plötzlich Pickelchen sprießen. In diesem Fall helfen klärende Gesichtswasser und milde Waschgels. Wiederum leiden einige Frauen während der Schwangerschaft unter trockene Haut, die sich jedoch mit milden Produkten mit hautneutralem, leicht saurem pH-Wert von 5,5 regulieren und wieder ins Gleichgewicht bringen lässt. Zusätzlich empfiehlt sich eine Gesichtscreme auf Wasser-in-Öl-Basis.

Vermehrte MSH-Bildung (melaninstimulierendes Hormon) bei Schwangeren

Durch diese erhöhte MSH-Bildung kommt es zu einer Verstärkung der Pigmentbildung der Haut. Muttermale, Sommersprossen, Leberflecken und Brustwarzen werden dunkler. In diesem Zusammenhang bekommen ca. die Hälfte aller Frauen zwischen den vierten und fünften Monat eine so genannte Schwangerschaftsmaske (Chloasma). Diese braunen Flecke breiten sich schmetterlingsförmig über Stirn, Wangen und Oberlippe aus und werden durch UV-Strahlen (auch die des normalen Tageslichts) oft zusätzlich verstärkt.

Getönte Tagescreme mit hohem LSF benutzen
Deshalb ist eine Tagescreme mit hohem Lichtschutzfaktor besonders wichtig. Außerdem sollte das Gesicht vor direkten Sonnenstrahlen geschützt werden. Doch keine Angst, nach der Geburt verschwinden die Verfärbungen der Haut meist wieder von alleine. Spezielle Cremes oder Seren können das Verblassen der Schwangerschaftsmaske zusätzlich unterstützen. Ansonsten lässt sich die verstärkte Pigmentbildung mit einer getönten Tagescreme oder Make-up gut kaschieren.

Brustpflege während der Schwangerschaft - Wechselduschen machen das Gewebe elastisch

Etwa bis zum fünften Monat wachsen die Brustdrüsen, um sich aufs Stillen vorzubereiten. Die Brüste werden allerdings nicht nur größer und runder, sondern auch schwerer. So kann am Ende der Schwangerschaft jede Brust bis zu 400 g mehr wiegen. Um bei dieser Dehnung keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen, empfehlen sich Wechselduschen (den Duschstrahl um jede Brust im Uhrzeigersinn kreisen lassen). Durch das abwechselnde Erschlaffen und Zusammenziehen werden Gewebsfasern und Adern elastisch gehalten und der Hautwiderstand dauerhaft gestärkt.

Reichhaltige Cremes und Massagen festigen das Gewebe

Reichhaltige Cremes mit natürlichen Ölen und Pflanzenextrakten sowie Vitamin E festigen das Gewebe. Besonders geeignet ist eine spezielle Busencreme oder Massageöl. Dieses bietet sich aber auch für eine sanfte Massage an, bei der mehrmals mit der ganzen Handfläche um die Brustwarze herum von innen nach außen gestrichen wird. Das regt die Durchblutung an und strafft die Haut. Die Brustwarzen dabei jedoch aussparen, denn diese sollten jetzt nicht weich und geschmeidig sein. Eine Abhärtung ist allerdings auch nicht ratsam. Wer also der Brust etwas Gutes tun möchte, sollte ab und zu einfach nur mal Luft ranlassen.

Bauchpflege während der Schwangerschaft - Tägliches Cremen & Ölen gegen Dehnungsstreifen

Ab dem vierten Monat beginnt die Bauchdecke sich nach vorn zu wölben. Wegen des extremen Stretchings der Haut, kommt es bei zwei von drei Schwangeren in der zweiten Schwangerschaftshälfte zu den unliebsamen Dehnungs- bzw. Schwangerschaftsstreifen, welche nicht nur am Bauch, sondern auch an Oberschenkeln und Busen auftreten können. Diese streifenförmigen Risse im Unterhautgewebe sind erst dunkelrosa bis bläulich und vernarben später perlmuttfarben. Zwar verblassen sie mit der Zeit, jedoch verschwinden sie nie mehr ganz. Zudem lassen sich diese Streifen nur begrenzt vorbeugen, da die Neigung genetisch bedingt ist. Jedoch kann man die Auswirkungen durch tägliches Cremen und Ölen mit speziellem Massage-Öl für Schwangere, was die Haut geschmeidig und flexibler macht, reduzieren.

Zupfmassage wirkt Schwangerschaftsstreifen entgegen

Sanfte Bürstenmassagen, welche die Durchblutung fördern und die Elastizität des Bindegewebes stärken, eignen sich ebenfalls. Besonders zu empfehlen ist eine tägliche Zupfmassage (etwa ab der 13. Schwangerschaftswoche), die der Haut hilft, sich auf die Dehnungsbelastung vorzubereiten. Dazu die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, vorsichtig hochziehen, kurz halten und wieder loslassen. Die Haut sollte sich dabei leicht röten, aber nicht wehtun. Dann in kreisenden Bewegungen ausstreichen. Auf diese Weise kann die gesamte Bauchpartie bis auf die Region über dem Schambein bearbeitet werden. Denn dort könnte die Massage die Gebärmutter zu Kontraktionen reizen.

Massagen mit Luffaschwamm in den letzten Schwangerschaftsmonaten

Im letzten Teil der Schwangerschaft wird das Massieren wegen des extrem gespannten Bauches etwas schwieriger, hier kann man in kleinen Kreisen mit den Fingerspitzen über die Haut streichen. Massagen mit einem Luffaschwamm bieten sich allerdings auch als gute Alternative an. Vorsicht ist geboten bei Frauen mit Neigung zur vorzeitiger Wehentätigkeit, in diesem Fall sollte die Massage erst nach Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden.

Rückfettende Duschöle bei trockener Haut und Juckreiz

Eine weitere Begleiterscheinung der extremen Dehnung ist ein unangenehmer Juckreiz verbunden mit trockener Haut (vor allem am Bauch). Duschöle mit rückfettenden Ölen oder Sheabutter können die Haut schon beim Waschen pflegen. Anschließend eine Körpercreme oder -öl in die noch feuchte Haut einmassieren. Das verbessert den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und lässt den Juckreiz verschwinden. Hebammen empfehlen häufig AloeVera-Gel, da es nicht nur den Juckreiz lindert, sondern gleichzeitig angenehm kühlt.

Beinpflege während der Schwangerschaft - Wechselduschen können Besenreiser vorbeugen

In der Schwangerschaft müssen die Beinvenen mehr Blut gegen die Schwerkraft transportieren. Außerdem kann der Druck des Babybauches den Blutfluss von den Beinen zum Herzen beeinträchtigen. Des Weiteren sorgt das Hormon Progesteron dafür, dass die Venenwände lockerer werden und sich anschließend ausdehnen. In der Folge daraus entstehen bei vielen Schwangeren erweiterte Äderchen, die so genannten Besenreiser, welche als baurotes Geflecht an den Beinen sichtbar werden. Zwar sind sie harmlos, aber auch weniger schön, da sie (ohne Laser oder Verödung) für immer bleiben. Vorbeugend können Wechselduschen die Gefäße trainieren (wichtig, immer mit einer kalten Dusche aufhören) und Stützstrümpfe für Entlastung sorgen.

Streichmassagen & kühlende Beingels bei schweren Beinen und Schwellungen

Zudem sollte so viel wie möglich im Sitzen erledigt werden, jedoch ohne dabei die Beine übereinander zu schlagen. Streichmassagen mit kühlenden Beingels unterstützen bei schweren Beinen den Lymphfluss und lassen Schwellungen schneller abklingen. Dazu einfach das Beingel in langen Streichbewegungen, an den Füßen beginnend, zum Oberschenkel hin ohne Druck auftragen und ausstreichen.

Kalte Güsse und Beinhochlagerung gegen Wassereinlagerungen

Des Weiteren erhöhen die starken Hormonveränderungen die Wasserbindungsfähigkeit des Körpergewebes, was für Bindegewebe, Blutkreislauf und Lymphsystem eine große

Belastung bedeutet. Die Folge: Wassereinlagerungen können entstehen. Zu kleineren Wassereinlagerungen kommt es relativ häufig, welche mit kalten Güssen, Beine hoch lagern, Gymnastikübungen und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Zaum gehalten werden. Schwangere mit stärkeren Wassereinlagerungen müssen in jedem Fall ihren Arzt aufsuchen. Ein Trost bleibt jedoch, denn nach der Geburt wird das eingelagerte Wasser nach und nach wieder aus dem Körper ausgeschwemmt.

Haarpflege während der Schwangerschaft - Intensivkur bei strapaziertem Haar

Die Haare werden in der Regel während der Schwangerschaft dicker und dichter, da sie durch das Östrogen nach der Wachstumsphase länger in der Ruhephase verharren und somit später ausfallen. Zudem fetten die Haare nicht so schnell, weshalb sich in dieser Zeit eine milde Haarpflege eignet. Ein Nachteil ist jedoch, durch die älter werdenden Haare, sind diese häufig auch spröder. In diesem Fall empfiehlt sich eine wöchentliche Intensivkur, welche dem strapazierten Haar wieder Glanz zurückbringt. Nach der Geburt fallen außerdem die Haare verstärkt aus, was sich allerdings spätestens nach der Stillzeit wieder eingependelt hat.

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