Pvp-Jod Salbe Lichtenstein
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Produktinformation
PVP-Jod Salbe Lichtenstein ist ein antiseptisches Arzneimittel (keimtötendes Mittel), das zur Behandlung auf Haut und Wunden eingesetzt wird. Die Salbe enthält den Wirkstoff Povidon-Iod und kann wiederholt, aber zeitlich begrenzt bei geschädigter Haut angewendet werden. Die Darreichungsform ist Salbe.
Die Salbe darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden:
- Bei einer Allergie gegen den Wirkstoff Jod oder einen der anderen Inhaltsstoffe.
- Bei bestehender Schilddrüsenerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion.
- Bei der seltenen Hauterkrankung Dermatitis herpetiformis Duhring.
- Wenn eine Radiojod-Therapie (Strahlentherapie der Schilddrüse mit Jod) geplant oder kürzlich durchgeführt wurde – die Anwendung ist bis zum Abschluss der Behandlung zu vermeiden.
Vorsicht ist geboten in den folgenden Situationen:
- Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen oder einem Kropf sollten die Jod-Salbe nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung verwenden, besonders bei längerer oder großflächiger Anwendung.
- Auch bis zu 3 Monate nach Beendigung der Behandlung sollte auf frühe Anzeichen einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion geachtet werden. Ggf. sollte die Schilddrüsenfunktion ärztlich überwacht werden.
- Säuglinge unter 6 Monaten dürfen nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung und ggf. mit Überwachung der Schilddrüsenfunktion angewendet werden.
Folgende Nebenwirkungen sind während der Anwendung möglich:
- Auf der Hautstelle, wo die Salbe aufgetragen wurde, können vorübergehend Wärmegefühle Schmerzen und Brennen auftreten. Eine Störung der Wundheilung ist bei einer längeren Behandlung möglich.
- Selten zeigt die Haut Überempfindlichkeitsreaktionen, wie spät auftretende Kontaktallergien (Juckreiz, Bläschenbildung, Rötung).
- Sehr selten kommt es zu plötzlich auftretenden allergischen Allgemeinreaktionen, wie Schwellungen der Haut- oder Schleimhaut, Luftnot oder Blutdruckabfall.
- Beim längerfristigen Auftragen der Salbe auf größere Verbrennungs-, Wund- oder Hautareale kommt es zu einer nennenswerten Jodaufnahme. Hierbei kommt es bei Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen sehr selten zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit Symptomen wie innere Unruhe und Pulsbeschleunigung.
- Wird das Medikament in großen Mengen angewendet, kann es selten zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion, zum Auftreten von Serumosmolaritäts-Elektrolytstörungen oder einer Blutübersäuerung kommen.
Die Salbe kann unter bestimmten Umständen in seiner Wirkung beeinträchtigt werden oder Wechselwirkungen mit anderen Substanzen hervorrufen. Folgende Wechselwirkungen sind möglich:
- Organische Substanzen (z. B. Eiter, Blutbestandteile, Eiweiß): Diese können mit Povidon-Jod reagieren und seine Wirksamkeit mindern.
- Enzymatische Wundbehandlungsmittel: Jod oxidiert die Enzymkomponente, was die Wirkung beider Medikamente abschwächt.
- Taurolidin, Wasserstoffperoxid, silberhaltige Wundauflagen oder silberhaltige Desinfektionsmittel: Eine gleichzeitige Anwendung führt zur Bildung von Silberjodid, wodurch die Wirksamkeit beider Mittel abgeschwächt wird.
- Desinfektionsmittel mit Octenidin: Bei gleichzeitiger oder direkter Anwendung auf benachbarten Hautpartien können vorübergehend dunkle Hautverfärbungen auftreten.
- Quecksilberhaltige Desinfektionsmittel: Eine gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden, da aus Jod und Quecksilber ein hautschädigender Stoff entstehen kann.
- Lithium-Präparate: Längerfristiger oder großflächiger Auftrag von Jodsalben kann die mögliche durch Lithium bedingte Schilddrüsenunterfunktion verstärken.
- Das Arzneimittel darf nur äußerlich auf der Haut angewendet werden.
- Ein- bis mehrmals täglich wird die Jod-Salbe auf die erkrankte Hautstelle aufgetragen. Es kann im Anschluss auch ein Verband angelegt werden.
- Eine Braunfärbung zeigt die Wirksamkeit der Salbe. Eine Entfärbung deutet darauf hin, dass die Wirksamkeit nachlässt.
- Falls sich die Beschwerden nach 2-5 Tagen regelmäßiger Anwendung nicht bessern, sollte ein Arzt befragt werden.
- In der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Salbe nur aufgrund einer klare ärztlichen Anweisung und nur äußerst beschränkt verwendet werden. Hierbei ist eine regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenfunktion des Kindes erforderlich.
- Bei Stillenden darf die Salbe nicht im Brustbereich auftragen, um einem Mundkontakt des Säuglings mit dem Präparat zu vermeiden.
Stand: 01/2025
Quelle: https://www.zentiva.de/
| Menge: 1 Gramm | |
| Povidon iod | 100 mg |
| Iod | 10 mg |
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