Paracetamol-Ratiopharm Lösung
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Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
Produktinformation
Paracetamol-ratiopharm Lösung ist ein Medikament zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber. Mit Orangengeschmack.
Die Lösung darf nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Paracetamol oder einem der sonstigen Bestandteile des Saftes besteht.
Trifft auf den Anwender einer der folgenden Punkte zu, sollte zuvor Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden:
- bestehende chronische Alkoholkrankheit
- Leber-Funktionsstörungen (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom)
- Vorschädigungen der Niere
- Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, welche die Funktion der Leber beeinträchtigen
- bestehender Mangel am Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Enzym, der zu starker Blutarmut führen kann
- Blutarmut aufgrund eines Zerfalls der roten Blutkörperchen
- Mangel des am Leberstoffwechsel beteiligten Eiweißes Glutathion (z.B. bei Mangelernährung, Alkoholmissbrauch)
- Flüssigkeitsmangel aufgrund von Durchfall, Erbrechen oder zu wenig Trinken
- chronische Mangelernährung
- Gewicht <50 kg
- Person im höheren Lebensalter
- Erkrankungen, die mit reduziertem Glutathionspiegel einhergehen können (ggf. Dosisanpassung z.B. bei Diabetes mellitus, HIV, Down-Syndrom, Tumoren)
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Anwendung von Paracetamol-ratiopharm Lösung Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen:
Seltene Nebenwirkungen:
- leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen)
sehr seltene Nebenwirkungen:
- allergische Reaktionen wie Haut- oder Nesselausschlag bis hin zu einem allergischen Schock
- schwere Reaktionen der Haut, Atemwegsverengungen bei empfindlichen Personen
- Blutbildveränderung in Form einer verringerten Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
Es ist wichtig, vor der Einnahme von Paracetamol mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten. Vor der Anwendung sollten daher immer alle eingenommenen Medikamente mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Folgende Wechselwirkungen sind möglich:
- Arzneimittel gegen Gicht (z.B. Probenecid).
- Schlafmittel wie Phenobarbital, Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin, Mittel gegen Tuberkulose wie zum Beispiel Rifampicin sowie andere: Die gleichzeitige Einnahme kann die Leber schädigen, auch wenn eine sonst unschädliche Dosis gewählt wird.
- Mittel gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese können die Aufnahmegeschwindigkeit und Wirkung von Paracetamol-ratiopharm erhöhen.
- Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin), da diese die Aufnahme und Wirksamkeit Paracetamol-ratiopharm reduzieren können.
- Arzneimittel bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt. Paracetamol ist daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin anzuwenden.
- Mittel zur Verlangsamung der Magenentleerung: Diese können die Aufnahmegeschwindigkeit und Wirkung von Paracetamol-ratiopharm verlangsamen.
- Es besteht das Risiko einer Blut- und Flüssigkeitsanomalie (metabolische Azidose mit hoher Anionenlücke), die bei einem Anstieg der Plasmasäure auftritt, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird. Dies betrifft besonders bestimmte Risikopatientengruppen, z.B. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Sepsis oder Unterernährung und vor allem, wenn die maximalen Tagesdosen von Paracetamol verwendet werden.
- Die wiederholte Einnahme von Paracetamol über einen Zeitraum von länger als einer Woche verstärkt die Wirkung von Antikoagulantien, insbesondere Warfarin. Daher sollte die langfristige Anwendung von Paracetamol bei Personen, die mit Antikoagulantien behandelt werden, nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Hingegen hat die gelegentliche Anwendung von Paracetamol keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungstendenz.
- Fälle von Blut- und Flüssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mit hoher Anionenlücke), die bei einem Anstieg der Plasmasäure auftreten, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird
Paracetamol-ratiopharm Lösung sollte nach den Anweisungen des Arztes oder gemäß der Dosierungsanleitung auf dem Beipackzettel eingenommen werden. Die empfohlene Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und dem Alter des Patienten. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Dosen sollte mindestens 6 Stunden betragen.
Die Lösung kann unverdünnt oder mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Es ist wichtig, die angegebene Höchstdosis nicht zu überschreiten und die Einnahme nicht über einen längeren Zeitraum fortzusetzen, ohne ärztlichen Rat einzuholen. Bei Unsicherheiten bezüglich der Dosierung oder Anwendung sollte stets ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Es gelten folgende Dosierungsempfehlungen (Körpergewicht (Alter)/Einzeldosis (entsprechende Paracetamoldosis)/max. Tagesdosis (24 Std.) (entsprechende Paracetamoldosis):
- 7-9 kg (6-12 Monate): 2,5 ml (entsprechend 100 mg Paracetamol)/4 x 2,5 ml (entsprechend 400 mg Paracetamol)
- 10-12 kg (1-2 Jahre): 3,75 ml (entsprechend 150 mg Paracetamol)/4 x 3,75 ml (entsprechend 600 mg Paracetamol)
- 13 kg-18 kg (2-5 Jahre): 5 ml (entsprechend 200 mg Paracetamol)/4 x 5 ml (entsprechend 800 mg Paracetamol)
- 19 kg-25 kg (5-6 Jahre): 7,5 ml (entsprechend 300 mg Paracetamol)/4 x 7,5 ml (entsprechend 1.200 mg Paracetamol)
- 26 kg-32 kg (8-11 Jahre): 10 ml (entsprechend 400 mg Paracetamol)/4 x 10 ml (entsprechend 1.600 mg Paracetamol)
- 33 kg-43 kg (11-12 Jahre): 12,5 ml (entsprechend 500 mg Paracetamol)/4 x 12,5 ml (entsprechend 2.000 mg Paracetamol
Für zuletzte genannte Personengruppe stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung, die ggf. besser geeignet sind.
- Paracetamol-ratiopharm Lösung nicht zusammen mit Alkohol einnehmen.
- Während der Schwangerschaft und Stillzeit vor der Anwendung mit einem Arzt Rücksprache halten. Sofern nötig, kann Paracetamol-ratiopharm in dieser Zeit angewendet werden - mit der niedrigsten möglichen Dosierung, um den Schmerz zu lindern und dem kürzesten Anwendungszeitraum.
- Den Saft nicht länger als 3 Tage einnehmen. Tritt keine Besserung der Beschwerden ein, einen Arzt aufsuchen.
Vorsicht bei folgenden Personengruppen:
- Bei Personen mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden. Ohne ärztliche Verordnung liegt die tägliche Gesamtdosis bei 2 g und darf nicht überschritten werden.
- Bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) muss der zeitliche Abstand von einer Gabe zur nächsten mindestens 8 Stunden betragen.
- Bei Kindern unter 7 kg Körpergewicht sollte das Präparat nicht angewendet werden.
Bitte lesen Sie den Beipackzettel für weitere und ausführerlichere Informationen.
Stand: 05/2024
Quelle: https://www.ratiopharm.de/
| Menge: 1 Milliliter | |
| Paracetamol | 40 mg |
| Glycerol 85% | Hilfstoff |
| Macrogol 400 | Hilfstoff |
| Saccharin-Natrium | Hilfstoff |
| Natriummetabisulfit (Ph.Eur.) | Hilfstoff |
| Citronensäure-Monohydrat | Hilfstoff |
| Natrium hydroxid | Hilfstoff |
| Acesulfam-Kalium | Hilfstoff |
| Aroma Orange 290038 | Hilfstoff |
| Wasser, gereinigt | Hilfstoff |
ratiopharm GmbH
Anschrift: Graf-Arco-Str. 3
Ort: 89079 Ulm
Land: DE
Telefon: +49 800 8005010
E-Mail: info@ratiopharm.de
Website: www.ratiopharm.de
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