In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Zweimal täglich Zähne putzen genügt
- Die Zähne sofort nach dem Essen putzen
- Zähne immer mit kreisenden Bewegungen putzen
- Festes putzen, reinigt die Zähne am besten
- Zahnpflegekaugummis können das Zähne putzen ersetzen
- Fluoride schützen immer die Zähne
- Karies der Milchzähne ist nicht schlimm
- Schlechte Zähne sind vererbbar
- Jedes Kind kostet einen Zahn
Zweimal täglich Zähne putzen genügt
Dies ist zwar ganz wichtig und sollte nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen geschehen, jedoch reicht das Zähneputzen allein nicht aus, um den Mundraum gründlich zu reinigen. Denn die Zahnbürste gelangt nur an ca. 70 Prozent der Zähne. Erst mit Hilfe von Zahnseide oder einer Zahnzwischenraumbürste sowie einer antibakteriellen Mundspüllösung werden alle Bakterien beseitigt und die Zähne komplett gesäubert.
Die Zähne sofort nach dem Essen putzen
Ist nicht immer zu empfehlen, denn häufig schadet das den Zähnen nur. Dabei kommt es jedoch ganz darauf an, was zuvor gegessen bzw. getrunken wurde. Säurehaltige Speisen und Getränke (wie z. B. Säfte, Früchte, Saucen, Sauerkonserven) weichen den Zahnschmelz auf, indem sie ihm Mineralien entziehen. Durch zu frühes Putzen wird der angegriffene und aufgeweichte Schmelz mit abgetragen. In solchen Fällen ist es deshalb besser, eine halbe Stunde zu warten. In dieser Zeit kann der Speichel die Säure neutralisieren und die Zähne mit Mineralstoffen versorgen, wodurch der Zahnschmelz wieder hart wird.
Zähne immer mit kreisenden Bewegungen putzen
Auch wenn dies jahrelang empfohlen wurde, schonender für Zähne und Zahnfleisch ist es, die Bürste in einem 45-Grad-Winkel anzusetzen und von Rot nach Weiß zu putzen. Also von oben nach unten, vom Zahnfleisch zu den Zähnen.
Festes putzen, reinigt die Zähne am besten
Im Gegenteil, durch zu festes Aufdrücken der Zahnbürsten wird der Zahnschmelz allmählich abgetragen. Harte Borsten verletzen zusätzlich das Zahnfleisch und können schmerz- und kariesanfällige freiliegende Zahnhälse hervorrufen. Besser sind also kleine, fegende Putzbewegungen mit leichtem Druck.
Zahnpflegekaugummis können das Zähne putzen ersetzen
Spezielle Zahnpflegekaugummis unterstützen zwar die Mundhygiene, jedoch ersetzen sie nicht das tägliche Zähneputzen. Denn sie reinigen keine Zahnzwischenräume. Allerdings regt das Kauen den Speichelfluss an, welcher wiederum die Säuren aus der Nahrung neutralisiert und den Zahnschmelz mit Mineralstoffen stärkt.
Fluoride schützen immer die Zähne
Das ist nicht ganz richtig. Fluoride härten den Zahnschmelz, hemmen die Entkalkung und das Bakterienwachstum, helfen bei der Remineralisierung der Zahnoberfläche und können das Auftreten von Karies deutlich verringern. Jedoch nützen fluorhaltige Pflegeprodukte nichts, wenn Beläge auf den Zähnen sind. Denn Fluor kann diese nicht durchdringen.
Karies der Milchzähne ist nicht schlimm
Falsch, denn hat sich erstmal Karies im Milchgebiss ausgebreitet, kann sie sich auch auf die nachfolgenden Zähne übertragen. Zudem benötigen Milchzähne eine gute Pflege, da sie nur dann richtig kauen und beißen und dabei gleichzeitig zur optimalen Entwicklung der Kiefer beitragen können, wenn sie gesund sind. Weiterhin sind sie Platzhalter für die bleibenden Zähne. Das heißt, muss ein Milchzahn gezogen werden, besetzen die Nachbarzähne die Lücke, wodurch der nachfolgende Zahn keinen Platz mehr findet. Außerdem können kranke Milchzähne die Nachbarzähne anstecken und das Kind krankheitsanfälliger machen. Darüber hinaus sind Milchzähne für das Sprechen lernen und das Bilden von Lauten sehr wichtig.
Schlechte Zähne sind vererbbar
Zwar ist die Zahnsubstanz (z. B. weiche Zähne) vererbbar, nicht jedoch die einzelnen Zahnerkrankungen wie Karies. Denn dies ist eine Infektionskrankheit, bei der sich die Kariesbakterien bereits schon auf das Babys übertragen können, wenn Mama den Breilöffel vorher abgeleckt hat.
Jedes Kind kostet einen Zahn
Nicht immer, denn auch wenn Zahnfleisch und Zahnbett in dieser hormonellen Ausnahmesituation empfindlicher sind und Entzündungen drohen, kann mit besonders gründlicher Mundhygiene und regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen entgegengewirkt werden.