In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Sonnenbrille mit UV-Schutzausrüstung
- Gütezeichen
- Sonnenbrille auch für Kontaktlinsenträger
- Getönte Gläser geben keine Garantie für einen Sonnenschutz
- Kinderaugen brauchen Extraschutz
- Polarisierende oder Selbsttönende Gläser als Extras
- Spezialsonnenbrille ist ein „Muss“ für Sportler
- Mäßig getönte Gläser für Durchblick am Steuer
Die richtige Auswahl - Sonnenbrille mit UV-Schutzausrüstung
Da die Ozonschicht ständig dünner wird, gelangen selbst bei bedecktem Himmel immer mehr UV-Strahlen bis zur Erde hinunter. Die Sonnenbrille als Augenschutz wird daher nach Ansicht vieler Experten immer wichtiger. Das gilt übrigens auch für Kontaktlinsenträger. Jedoch bieten herkömmliche Brillen ohne zusätzliche Schutzausrüstung, keine Sicherheit gegen UV-Strahlen. Augenärzte befürchten sogar, dass die Zahl der Augenerkrankungen, unter anderem des grauen Stars, in Zukunft möglicherweise ansteigen wird. Denn ähnlich wie die Haut, „merken“ sich auch die Augen jeden Sonnenschaden.
Sonnenbrillen schützen die Augen & beugen Blinzelfältchen vor
Eine gute Sonnenbrille ist also in vielerlei Hinsicht gut für die Optik: Sie schützt die Augen, rundet das sommerliche Outfit modisch ab und lässt ihren Träger zudem länger jung aussehen, da sie vorzeitige „Blinzelfältchen“ rund um die Augen vorbeugt!
Gütezeichen: Qualität mit Brief und Siegel
Gute Sonnenbrillen schützen die Augen mit einem Breitband-UV-Filter. Hierfür steht das „UV 400“ Zeichen. Die Markierung „CE“ (Communauté Européenne) auf dem Glas oder am Brillenbügel garantiert, dass die Sonnenbrille den EU gültigen Qualitätsstandards für Sonnenschutz entspricht. Fehlen solche Kennzeichnungen, sollten lieber die Finger davon gelassen werden. Mittlerweile überprüfen auch viele Optiker, ob die bisherige Sonnenbrille einen ausreichenden UV-Schutz besitzt.
Kontaktlinsen: Bitte nicht ohne Sonnenbrille!
Eingefärbte Kontaktlinsen, welche die Iris abdecken, können zwar eine Blendung durch zu grelles Licht verhindern. Als Schutz vor UV-Schäden reichen sie jedoch nicht aus. Das schaffen nur Brillengläser mit UV-Schutzausrüstung. Denn nur sie bedecken die gesamte Augenoberfläche und schirmen sie gegen die Sonne ab. Darum sollten auch Kontaktlinsenträger ihren Augen zuliebe, zusätzlich eine Sonnenbrille tragen.
Getönt: Dunkle Gläser geben keine Garantie für einen Sonnenschutz
Dunkle Gläser sind keine Garantie für guten Sonnenschutz. Gegen die gefährlichen UV-Strahlen helfen nur Gläser mit spezieller UV-Schutzausrüstung. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar und haben mit der Tönung nichts zu tun. Richtig ausgerüstet, bieten dagegen selbst ungetönte Brillengläser guten UV-Schutz. Dunkle Gläser ohne Breitband-UV-Filter sind gefährlich: Hinter ihnen weiten sich die Pupillen und die schädlichen UV-Strahlen gelangen ins Augeninnere.
Kinder: Kinderaugen brauchen Extraschutz
Kinderaugen haben noch keine schützende Pigmentierung und sind daher besonders anfällig für Sonnenschäden. Ein unentbehrliches Sommeraccessoire, zum Beispiel am Strand, ist darum eine gute Kindersonnenbrille mit einem leichten, stabilen, gut sitzenden Gestell, hochwertigem UV-Filter, großen, kratzfesten und bruchsicheren Gläsern, sowie einer Tönung, welche die Farbwahrnehmung (z. B. bei Ampeln) nicht verfälscht. Ganz wichtig: Die Brille muss dem Kind gefallen, damit es sie auch trägt! Allerdings sollten vor allem kleine Kinder, solange wie möglich im Schatten bleiben und selbst da einen breitkrempigen Sonnenhut tragen.
Komfort: Polarisierende oder Selbsttönende Gläser als angenehme Extras
Sehr komfortabel sind polarisierende Gläser. Sie bieten einen guten UV-Schutz und reduzieren zudem störende Blendeffekte und Reflexe, wie z. B. auf der Wasseroberfläche. Selbsttönende Gläser passen sich den jeweiligen Lichtverhältnissen flexibel an. Für Autofahrer sind sie jedoch ungeeignet, da sie nur auf direkte UV-Strahlung reagieren.
Sport: Eine Spezialsonnenbrille ist ein „Muss“ für Sportler
Die ideale Sportsonnenbrille ist bruchsicher und hat kratzfeste Gläser, rutschsichere Bügel und einen auf die jeweilige Sportart abgestimmten UV-Schutz. Im Hochgebirge und am Meer ist Schutzklasse III sinnvoll, da Schnee und Wasser die Sonnenstrahlen reflektieren und ihre Wirkung so vervielfachen. Beim Joggen oder Radfahren im Binnenland genügt meist Klasse II. Wird beim Sport häufig nach oben geschaut (wie beim Tennis oder Beach-Volleyball), sollte die Sonnenbrille unbedingt bis zu den Augenbrauen reichen.
Autofahrer: Mäßig getönte Gläser sorgen für Durchblick am Steuer
Gläser, welche die Sicht verzerren oder einschränken, sind am Steuer verboten. Gut für Autofahrer: Mäßig getönte braune, graue oder graugrüne Gläser dämpfen grelles Licht, ohne die Farb- und Kontrastwahrnehmung zu verfälschen. Vorsicht ist bei modisch-bunten Gläsern geboten, sie verschlechtern die Fähigkeit des Fahrers, Farben zum Beispiel auf Ampeln und Verkehrsschildern zu unterscheiden. Für Brillenträger gibt es Sonnenclips, die mit Klammern oder Magneten auf der regulären Brille befestigt werden. Besser, wenn auch teurer, ist aber eine individuell angepasste Sonnenbrille mit geschliffenen Gläsern im Handschuhfach.