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Immunsystem der Kinder stärken

Immunsystem der Kinder stärken

Um das Immunsystem der Kinder zu stärken, reicht die Zufuhr von Vitamine und Mineralstoffe allein nicht aus. Für eine starke Abwehr werden zusätzlich frische Luft (egal bei welcher Wetterlage), ein gesundes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff, Wechselfußbäder oder Wassertreten, genügend Schlaf und Entspannungsphasen sowie natürliche Pflanzenextrakte, die die Abwehrkräfte unterstützen (z. B. Echinacea oder Thuja) empfohlen.

In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Raus an die frische Luft
  2. Natürliche Kräuterkraft
  3. Gesundes Raumklima
  4. Stress vermeiden
  5. Kältereize härten ab

Raus an die frische Luft

Auch wenn die Wolken den Winterhimmel noch so verdunkeln, das wenige Licht was dennoch hervordringt, kurbelt die Vitamin-D-Produktion im Körper an und setzt Serotonin frei. Das macht einerseits glücklich und stärkt andererseits die Abwehrkräfte. Weshalb ein halbstündiger Spaziergang (täglich) die beste Medizin gegen Winterdepressionen ist. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung“, sollten Kinder und Erwachsene möglichst jeden Tag raus ins Freie und sich bewegen. Denn das Toben und Spielen an der frischen Luft ist wichtig für das Wohlbefinden und die körpereigene Abwehr.

Natürliche Kräuterkraft

Die Abwehrkräfte können aber auch auf natürliche Weise unterstützt werden. Pflanzliche Arzneimittel, so genannte Immunmodulatoren oder Immunstimulanzien, helfen vor allem infektanfällige Kinder, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Jedoch ist es erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt sinnvoll, vorbeugend zu entsprechenden Präparaten zu greifen. Die Extrakte des roten Sonnenhutes (Echinacea purpurea) haben sich z. B. vielfach für das Immunsystem bewährt und sind in verschiedenen Arzneien, mittlerweile auch ohne Alkhohl (speziell für Kinder) erhältlich. Aber auch die sibirische Taigawurzel (Eleu.coco-Wurzel), Lebensbaum (Thuja) und Wilder Indigo (Baptisia) gehören zu den bekannten Heilpflanzen, welche dazu beitragen, die Dauer und Intensität einer Erkältung zu mindern und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Gesundes Raumklima

Des Weiteren kann ein gesundes Raumklima dazu beitragen, Kinder vor Schnupfen & Co. zu schützen. Gerade im Herbst und Winter trocknen Heizungsluft und zu warme Räume die Schleimhäute aus und machen sie so anfälliger für Krankheitserreger. Deshalb sollte die Temperatur in Wohnräumen 20 bis 22°C betragen und die Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 60 Prozent liegen. Nasse Tücher (über Heizung bzw. Stühle) oder ein Wäscheständer mit frisch gewaschener Wäsche, können dabei helfen, für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Unerlässlich für ein gesundes Raumklima ist zudem, mehrmals täglich zu lüften. Wenn also die Kleinen nicht im Zimmer sind, die Gelegenheit nutzen und das Fenster für einige Zeit weit öffnen. So kann reichlich Sauerstoff hineingelangen. Zum Schlafen die Heizung herunterdrehen oder ganz ausschalten.

Stress vermeiden

Damit der Nachwuchs gesund bleibt, können Eltern zusätzlich für viele Entspannungsphasen, ausreichend Schlaf und einen geregelten Tagesablauf der Kinder sorgen. Denn Stress, Hektik und Termindruck, machen nicht nur Erwachsene auf Dauer krank. Deshalb sollten Kinder neben den geplanten Aktivitäten, immer genügend Freizeit fürs Spielen und Toben haben.

Kältereize härten ab

Durch den Wechsel von Kältereizen und Wärme wird nicht nur die Durchblutung gefördert, sondern auch die Abwehrkräfte auf Trab gebracht. Um sich vor Erkältungen zu schützen, eignen sich deshalb regelmäßige Saunagänge. Auch für die Kleinsten (ab dem Vorschulalter) sind Saunabesuche geeignet. Allerdings empfinden viele Kinder die Hitze als unangenehm. Alternativen zur Sauna sind z. B. Wechselfußbäder oder das Wassertreten in der heimischen Badewanne. Diese Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp, empfehlen sich auch für kleinere Kinder.

Wechselfußbäder
Dazu zwei Schüsseln mit Wasser füllen, eine mit kalten und eine mit warmem Wasser. Die Füße dann ca. 5 Minuten ins warme und danach für ca. 10 bis 15 Sekunden ins kalte Wasser tauchen. Das Ganze dreimal wiederholen und mit kalt beenden.

Wassertreten
Hierfür muss die Badewanne kniehoch mit kaltem Wasser gefüllt werden. Dann die Füße abwechselnd eintauchen und wieder ganz herausziehen. Anschließend dicke Socken anziehen und die Füße warm laufen. Den Nachwuchs dabei jedoch nicht unbeaufsichtigt lassen und für eine rutschfeste Unterlage in der Wanne sorgen.

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