In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Häufigste Folgeerkrankung: Koronare Herzkrankheit
- Arterienverengungen & -verstopfungen
- Regelmäßige EKG-Kontrollen wahrnehmen
- Behandlung
Koronare Herzkrankheit als häufigste Folgeerkrankung von Diabetes
Eine der gefährlichsten Folgeerkrankungen ist die Gefäßkrankheit des Herzens - Koronare Herzerkrankung - (kurz KHK). Jedes Jahr erleiden circa 27.000 Diabetiker einen Herzinfarkt und 44.000 einen Schlaganfall. Die Zahlen zeigen, dass Herz- und Kreislauferkrankungen nicht selten auf einen Diabetes zurückzuführen sind. Von einer Schädigung sind sowohl die großen Herzkranzgefäße als auch die kleinen Blutgefäße innerhalb des Herzmuskels betroffen. Was zusätzlich dazu führt, dass bei einer bereits vorhandenen Schädigung des autonomen Nervensystems auch Herzrhythmusstörungen auftreten können. Häufig laufen sogar Herzinfarkte klinisch stumm ab.
Arterienverengungen & -verstopfungen, wenn zusätzlich Fettstoffwechselstörungen vorliegen
Hat ein Typ 2 Diabetiker neben hohen Blutzuckerwerten auch erhöhte Blutdruckwerte und Fettstoffwechselstörungen können die Gefäßwände außerdem geschädigt werden. Was wiederum zu Verengungen und Verstopfungen der Arterien führt. Auch bei einem Typ 1 Diabetiker können Fettstoffwechselstörungen auftreten. Diese werden in den meisten Fällen durch Blutzuckerentgleisungen hervorgerufen. Darüber hinaus wirkt sich das Rauchen von Zigaretten äußerst negativ auf das Gefäßsystem aus.
Regelmäßige EKG-Kontrollen decken Schäden am Herzen auf
Da die Stromkurvenverläufe im EKG (Elektrokardiogramm) bei einer Erkrankung der Herzkranzgefäße anders ausfallen als bei einem Gesunden, können mit Hilfe alljährlicher EKG-Kontrollen Schäden am Herzen leichter festgestellt werden. Kommt es auf Grund erhöhter Blutdruck- oder Blutfettwerte zu Durchblutungsstörungen in den Beinen oder zu einem Schlaganfall, ist es Ratsam auch Herzfunktion und Herzkranzgefäße untersuchen zu lassen.
Behandlung mit Nitraten & Betablockern
Die Grundbehandlung der koronaren Herzerkrankung bei einem Diabetes mellitus bildet die Therapie mit Nitraten und Betablockern. Dadurch wird die Durchblutung des Herzmuskels verbessert und der Sauerstoffbedarf reduziert. Ebenso sollte das Rauchen eingestellt und Übergewicht abgebaut werden. Darüber hinaus kann eine zusätzlich Senkung des Blutdruckes und eine normnahe Blutzuckereinstellung die Risikofaktoren um maximal 44 Prozent senken.