In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Influenza - Die echte Grippe
- Symptome einer Grippe
- Behandlung einer Grippe
- Grippe vorbeugen
- Grippale Infekte - Erkältungskrankheiten
- Erkältungssymptome
- Behandlung von Erkältungen
- Erkältungskrankheiten vorbeugen
Influenza - Die echte Grippe
Auslöser der echten Grippe sind Influenza-Viren, welche in drei Typen A, B und C unterteilt werden. Typ A und B sind die Auslöser für schwerere Erkrankungsfälle (Epidemien) und führen häufig zu bedrohlichen Atemwegserkrankungen. Bei Typ C hingegen, kommt es meist zu milderen Verläufen der Erkrankung. Die Influenza-A-Viren werden in Typen und Subtypen gegliedert, wie z. B. H1N1, H2N2 oder H3N2. Da sie sich in ihrer Erbanlage sehr stark verändern können, das heißt die verschiedenen Ausprägungen der Eiweiße bilden miteinander immer wieder Neukombinationen (Antigen-Shift) und verändern ihre Struktur (Antigen-Drift), treten jedes Jahr neue Varianten und Subtypen auf.
Hochansteckend auch wenn noch keine Symptome vorhanden sind
Eine Übertragung findet entweder durch eine Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen oder Sprechen) oder durch direkten Hautkontakt (beim Küssen oder Händeschütteln) statt. Dabei kann die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) wenige Stunden bis drei Tage betragen. Auch wenn noch gar keine Anzeichen für eine Grippe zu erkennen sind, ist eine infizierte Person in dieser Zeit schon hoch ansteckend. Die Ansteckungsgefahr besteht aber auch noch bis fünf Tage nach dem Ausbruch des Virus.
Symptome einer Grippe: Hohes Fieber, Schüttelfrost & Gliederschmerzen
Typische Symptome einer Grippe sind
- plötzliche Kopf- und Gliederschmerzen, begleitet mit
- hohem Fieber (über 39°C) und
- Schüttelfrost.
Weiterhin können aber auch Symptome wie
- Halsschmerzen,
- Husten,
- Schnupfen,
- Muskelschmerzen,
- Appetitlosigkeit und
- eine allgemeine Abgeschlagenheit auftreten.
Erkranken Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen an einer Influenza, kommt es oft zu schweren Verläufen und Komplikationen. Ein sehr häufiges Problem bei der Grippe sind bakterielle Lungenentzündungen, die durch eine weitere Infektion verursacht werden. Dies passiert meist nach einer kurzen Besserung und geht mit einem massiven Fieberschub einher. Allerdings sind die meisten Beschwerden nach acht Tagen wieder abgeklungen und es sind lediglich die Anzeichen eines grippalen Infekts noch vorhanden (wie Husten oder Halsschmerzen).
Behandlung einer Grippe: Virostatika & Antibiotika
Um die Ursache einer Influenza zu behandeln, werden in erster Linie so genannte Virostatika eingesetzt, wie z. B. Neuramminidasehemmer. Jedoch wirken diese nur gegen Viren vom Typ A und B. Liegt neben der Grippe eine bakterielle Infektion vor, ist zusätzlich die Einnahme von Antibiotika erforderlich. Bei einer Grippe mit leichtem Verlauf, wie es häufig bei einer Influenza mit Viren vom Typ C der Fall ist, können auch andere Medikamente zum Einsatz kommen und auf Virostatika verzichtet werden. Es eignen sich z. B. schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente mit Paracetamol oder Acetylsaliylsäure. Hilfreich können aber auch hustenstillende Mittel und Nasentropfen sein.
Grippeschutzimpfung ist die beste Vorbeugung
Der beste Schutz vor einer Erkrankung ist eine Grippeschutzimpfung. Jedoch sollte diese jedes Jahr erfolgen, denn die Impfung vom Vorjahr bietet keinen Schutz gegen die neue Virenvariante aus diesem Jahr. Eine Immunisierung empfiehlt sich vor allem bei Risikogruppen wie ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Personen mit chronischen Leiden.
Grippale Infekte - Erkältungskrankheiten
Grippale Infekte können durch verschiedene Erreger hervorgerufen werden, wie z. B. Rhinoviren, Enteroviren, Adenoviren, Parainfluenzaviren oder Coronaviren. Sie verursachen meist leichter verlaufende Infektionen im Bereich der oberen und mittleren Atemwege. Grund für eine Erkältung ist meistens ein geschwächtes Immunsystem, wodurch die Viren (selten auch Bakterien) ein leichtes Spiel haben. Die Ansteckung erfolgt auch hier in der Regel durch eine Tröpfcheninfektion, d. h. die Erreger werden durch Niesen, Husten oder Sprechen durch die Luft gewirbelt und über die Atemwege aufgenommen. Der Infekt beginnt meist in den oberen Teilen der Atemwege (Nase, Rachen und Bronchien) mit lokalen Entzündungen und Schleimhautschwellungen sowie starken Flüssigkeitsabsonderungen. Von dort breitet er sich weiter aus.
Erkältungssymptome: Husten, Schnupfen & Halsschmerzen
Erkältungen machen sich zuerst mit
- Schnupfen (verstopfter oder laufender Nase),
- Halskratzen,
- Heiserkeit,
- Halsschmerzen und einem
- allgemeinen Schwächegefühl bemerkbar.
Später kommen dann häufig
- Husten (mit schleimigem Auswurf),
- Kopf- und Gliederschmerzen sowie
- eine leicht erhöhte Temperatur hinzu.
Sie zeichnen sich durch einen recht milden Verlauf aus und klingen in der Regel nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Die alte Volksweisheit - „Erkältungen kommen drei Tage, bleiben drei Tage und gehen drei Tag“ - trifft hier in vielen Fällen zu. Als Komplikation kann eine Bronchitis (Entzündung der unteren Luftwege) auftreten.
Symptombehandlung von Erkältungen mit Medikamenten, Schlaf, Ruhe & Vitamine
Ein grippaler Infekt lässt sich leider nicht ursächlich behandeln. Jedoch gibt es verschiedene Mittel die Symptome zu lindern. Zum Beispiel bieten sich Kombipräparate an, welche gleich mehrere Wirkstoffe enthalten und dadurch gegen eine ganze Reihe der Beschwerden helfen können. Sie wirken beispielsweise schleimhautabschwellend, hustenstillend, schmerzstillend und fiebersenkend. Häufig wird jedoch empfohlen nur einzelne Symptome zu unterdrücken. Dies kann z. B. mit Hilfe schleimverflüssigender Mittel (bei Husten) oder Präparate mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (bei Schmerzen und Fieber) geschehen. Außerdem sind Ruhe und genügend Schlaf sowie eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (zwei bis drei Liter am Tag) für eine schnelle Erholung von einem grippalen Infekt sehr wichtig.
Immunsystem stärken um Erkältungskrankheiten vorzubeugen
Vorbeugend sind allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems zu empfehlen. Dazu gehören z. B.:
- regelmäßige Bewegung an der frischen Luft (in der Wetterlage entsprechender Kleidung)
- gesunde und vitaminreiche Ernährung (viel Obst und Gemüse), zusätzlich eventuell Vitamin-C-Präparate
- genügend Entspannung (Stress vermeiden)
- Saunabesuche oder Kneippkuren