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Erkältungshusten effektiv behandeln

Ein Erkältungshusten wird von Viren oder Bakterien verursacht und ist charakterisiert von zähem Schleim. Am besten helfen in der Regel Schleimlöser und Hustenstiller. Aber auch alternative Heilmethoden wie Brustwickel, Fenchelhonig oder Thymiantee haben sich bei einem Erkältungshusten bewährt und schaffen Linderung.

In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Wie entsteht Husten?
  2. Was belastet beim Erkältungshusten?
  3. Verbreitung der Viren
  4. Viele Antibiotika sind Virenresistent
  5. Medikamentöse Behandlung
  6. Alternative Heilmethoden
  7. Erkältungshusten vorbeugen

Der Husten befördert Fremdkörper aus den Atemwegen

Husten ist ein wichtiger Reflex des Körpers, der die Aufgabe hat, Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird kurz tief Luft geholt, Druck in den Lungen und Bronchien aufgebaut, und dann schnell und ruckartig ausgeatmet. Die Atemluft beschleunigt sich bis zu 400 km/h und reißt dadurch die Fremdkörper mit.

Erkältungshusten befördert Viren & Bakterien aus den Atemwegen

Beim Erkältungshusten besteht dieser Fremdkörper aus Krankheitskeimen wie Viren und Bakterien. Der Husten ist zunächst trocken. Die Keime selbst werden deshalb nicht ausreichend entfernt, weshalb sich in den Bronchien ein zäher Schleim bildet. Dieser Schleim ist in verminderter Form ständig vorhanden. Im Normalfall schließt er Fremdkörper wie beispielsweise Staub ein. Danach wird er über Flimmerhärchen nach oben befördert und geschluckt. Der zähe Schleim kann allerdings auf diesem Weg nicht entfernt werden. Er hat die Aufgabe die Viren zunächst einzuschließen. Die Arbeit der Flimmerhaare in den Atemwegen reicht für den Abtransport des Schleims nicht aus. Damit der „verseuchte“ Schleim aus den Bronchien entfernt wird, löst der Körper einen Husten aus, der in diesem Fall mit Auswurf einhergeht. Dieser Husten wird dann landläufig als Erkältungshusten bezeichnet.

Zäher Schleim erschwert das Abhusten

Da der Schleim in der Regel sehr zäh ist, kann er nur sehr schwer abgehustet werden. Andauerndes Husten sorgt schließlich dafür, dass der Vorgang sehr schmerzhaft werden kann. Zugleich verspannen sich die Muskeln, so dass nicht nur im Hals und in den Bronchien leichte bis mittlere Schmerzen entstehen, sondern auch Kopfschmerzen auftreten können. Dazu besteht das Problem, dass in der Nacht der Husten zunimmt und dadurch keine Erholung des Erkrankten möglich ist. Der Betroffene fühlt sich schlapp, müde und ist unkonzentriert. Jede Handlung fällt schwer. Kommt es zusätzlich zu körperlichen Anstrengungen, nimmt der Husten noch weiter zu.

Verbreitung der Viren - Der Körper dient als Wirtszelle

Die Hauptauslöser für Erkältungshusten sind Viren. Diese dringen von außen in den Körper ein. Viren haben die Eigenschaft, dass sie das „Programm“ für ihre Vermehrung zwar in sich tragen, jedoch nicht die Möglichkeit haben, sich eigenständig zu vermehren. Zugleich verfügen sie nicht über einen eigenen Stoffwechsel. Sie sind deshalb auf eine Wirtszelle angewiesen, welche sie beispielsweise im menschlichen Körper finden. An diese Zellen docken sie von außen an und bringen ihr Erbgut in die Zelle. Einige andere Viren dringen auch vollständig in die Zelle ein.

In den Zellen vermehren sie sich schließlich. Danach wird entweder die Zellhülle aufgelöst oder sie werden ausgeschleust und nehmen dabei einen Teil der Zellhülle mit. In jedem Fall werden die befallenen Zellen ganz oder teilweise zerstört.

Viele Antibiotika sind Virenresistent

Im Gegensatz zu Bakterien verfügen Viren über keinen eigenen Stoffwechsel. Und genau an dieser Stelle beginnt das Problem. Wirkstoffe aus Antibiotika werden im Rahmen des Stoffwechsels von den Bakterien aufgenommen und sorgen dafür, dass sie absterben. Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel besitzen, können die Wirkstoffe auch nicht in die Viren eindringen. In der Folge sterben die Viren nicht ab. Die Wirkstoffe müssen andere Mechanismen entwickeln, ohne dabei den Körper zu schädigen. Insgesamt ein Problem, welches dafür sorgt, dass bisher nur wenige Virenarten direkt behandelt werden können, und Fortschritte nur sehr langsam zu verzeichnen sind.

Medikamentöse Behandlung bei Erkältungshusten - Schleimlöser & Hustenstiller

Gegen den Husten mit Auswurf verordnet der Arzt in der Regel Medikamente, die den Auswurf fördern, so dass die Viren schnell aus dem Körper ausgeschleust werden. Gängige Präparate nutzen die Wirkstoffe Ambroxolhydrochlorid, Bromhexin oder Acetylcystein. Diese Wirkstoffe gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten überhaupt. Um die Wirkung dieser Medikamente zu verstärken wird der Arzt in der Regel empfehlen, viel zu trinken, so dass der Schleim „flüssiger“ wird und damit leichter abgehustet werden kann. Da Zigarettenrauch die Atemwege weiter reizt, sollte auch der blaue Dunst während der Krankheitszeit vermieden werden.

Schleimlöser & Hustenstiller nie zeitgleich einnehmen
Ein weiteres Medikament, das häufig verordnet wird, ist der Hustenstiller. Im Gegensatz zum Schleimlöser, der das Abhusten fördert, besteht seine Aufgabe darin, den Hustenreiz zu unterdrücken. Allerdings sollten Schleimlöser und Hustenstiller niemals zusammen eingenommen werden. Vielmehr werden sie zeitlich sinnvoll eingesetzt. Das bedeutet, dass am Vormittag und am Nachmittag der Schleimlöser eingenommen wird. Hierdurch wird das Abhusten erleichtert. In der Nacht soll sich der Körper erholen. Deshalb wird vor dem Schlafengehen der Hustenstiller verordnet. Dieser sorgt dafür, dass in der Nacht weniger gehustet wird. Der Körper kann sich deshalb besser erholen, was zugleich das Immunsystem stärkt.

Alternative Heilmethoden bei Erkältungshusten - Umschläge & Zwiebelhonig

  • Ein weit verbreitetes Hausmittel sind heiße Umschläge. Diese werden oftmals mit einem Aufguss aus Thymian oder Kamille ergänzt. Da der Wirkstoff allerdings nicht vollständig in den Körper eindringen kann, kann auf den Zusatz des Suds verzichtet werden. Heißes Wasser ist in der Regel vollkommen ausreichend. Durch die Hitze kommt es zu vermehrtem Abhusten.
  • Eine hustenlösende Wirkung hat auch der Zwiebelhonig. Hierfür werden Zwiebeln klein geschnitten und in Honig, in der Regel Fenchelhonig, eingelegt. Der Honig muss dann einige Stunden ziehen. Nachdem der Honig die Inhaltsstoffe der Zwiebel aufgenommen hat, sollten mehrmals täglich zwei bis drei Kaffeelöffel davon eingenommen werden.
  • Weit verbreitet und selbst von Schulmedizinern oft empfohlen sind Inhalationen. Hierbei wird Wasser abgekocht und mit einigen Esslöffeln Kochsalz versetzt. Alternativ kann auch Kamillentee verwendet werden. Der Dampf wird dann unter einem Handtuch oder Ähnliches eingeatmet.
  • Daneben bietet auch Thymian gute Dienste, beispielsweise in Form von Tee. Als wirksam haben sich aber auch Extrakte aus Efeu erwiesen. Hierzu sind in der Apotheke verschiedene Produkte erhältlich.

Vorbeugen durch gründliche Hygiene & Stärkung des Immunsystems

Um eine Erkrankung weitgehend zu vermeiden, müssen einige einfache Regeln eingehalten werden. Grundsätzlich können Viren auf verschiedenen Wegen übertragen werden. Deshalb sind sie überall zu finden. Wenn eine Tür berührt wird, auf Geldscheinen oder der Kontakt mit anderen Gegenständen kann zu einer Übertragung führen. Auch wenn ein Mensch direkt berührt wird können die Viren auf einen neuen Wirt übergehen. Folgende Maßnahmen können das Ansteckungsrisiko reduzieren:

  • Die Hände immer regelmäßig waschen. Dies tötet die Viren schon gut ab und eine Übertragung wird dadurch verhindert.
  • Zudem scheinen regelmäßige Saunabesuche eine gute Wirkung auf das Immunsystem zu haben. Auch wenn die Mechanismen noch nicht einwandfrei geklärt werden konnten, erkranken Menschen, die regelmäßig eine Sauna besuchen, wesentlich seltener an einem Erkältungshusten. Gleiches gilt für Kneipp-Bäder.
  • Um das Immunsystem zu unterstützen, muss gerade in der kalten Jahreszeit auf eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen geachtet werden.
  • Von erkälteten Menschen fernhalten. Der Husten führt die Erreger mit, die sich über die Luft ausbreiten und dann eingeatmet werden können.

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